Teambanner

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Sonntag, 29. Juli 2018

Ärger in der Badewanne


Die OD in Stuhr stand auf dem Plan der Regionalliga und so machten wir uns auf zu dem wohl am besten organisierten Triathlon der Regionalliga, vielleicht auch im ganzen Norden.
Nach der Hitzewelle der letzten Tage waren alle wohl froh, dass es am Vorabend mal wieder regnete und sich die Temperaturen etwas entspannten. Und so waren die 15 Grad Außentemperatur als wir am See ankamen doch schon fast ein bisschen zu frisch, fast kalt.
Beim Holen der Startunterlagen erregten wir gleich Aufmerksamkeit und hatten einen Zeitungsreporter an der Backe, welchem wir quasi unsere komplette Startvorbereitung erklärt haben, er war aber ganz nett und wir konnten zeigen was für Profis wir sind…
Nach dem Einchecken war der nette Mann dann anderweitig Fragen stellen und wir machten eine Art Teambuilding-Einheit im gemeinsamen Stoffwechseln, immerhin war es nicht mehr lange bis zum Start - endlich ab ins Warme! Mit 25,1°C war der Silbersee eher eine Badewanne und deutlich wärmer als an der Luft, sodass man an der Startlinie stehend den einen oder anderen frieren sehen konnte. Unsere Mannschaft an der Startlinie musste erneut kurzfristig umgebaut werden. Jonas W. musste verletzungsbedingt absagen, sodass Nico Feuerwehrmann machte und für ihn an den Start ging. Dafür wieder genesen war Max, der top erholt aus dem Urlaub wieder auf einen Einsatz brannte, wie auch Jannes, Phu und Julian!
Mit einem ordentlichen Knall wurde das Rennen eröffnet und wir stürzten uns zurück ins Warme!
Mitten im Getümmel des Starts erwischte es dann Phu, den eine Hand plötzlich unter Wasser drückte. Nach Luft ringend versuchte er zwischen Armen und Beinen der anderen wieder einigermaßen klar zu kommen. Nach den ersten zwei Bojen war das Feld aber dann gut verteilt und man konnte ohne richtig anfangen zu schwimmen.
Und Nico legte so richtig los und konnte seine Stärke im Schwimmen ausspielen, was mit dem 26. Platz nach dem Schwimmen belohnt wurde. Julian folgte wenig später (32.) genauso wie Max (45.).
Phu berappelte sich und ging als 65. In die Wechselzone. Einzig Jannes erwischte keinen guten Tag beim Schwimmen, sodass mehr Arbeit auf dem Rad und beim Laufen anstand!
Die Radstrecke hatte nur einen Wendepunkt, also 20km hin und auch wieder zurück.
Auf dem Hinweg hatte man das Gefühl, heute würde nichts gehen… Auf dem Rückweg wussten wir auch warum. Auf den ersten 20 Kilometern war quasi nur Gegenwind und leichte Steigung angesagt, harte Sache für die Beine, aber vor allem für den Kopf.
Am besten kam Max der immerhin einen Platz gut machen konnte. Die anderen versuchten das Minimalziel zu erreichen: So wenig Plätze wie möglich verlieren!
Bei Julian waren es immerhin nur sieben, bei Phu acht.
Nico musste dafür gut federn lassen, die 40 Kilometer Wettkampf sind noch ungewohnt.
So kam er als 85. in die Wechselzone, vier Plätze später und eine Minute später stieg auch Jannes in die Laufschuhe. Und endlich klappte das Laufen bei ihm, so wie er wollte! Nach knapp 5 Kilometern lief er an Nico vorbei und machte weitere Plätze gut, sodass im Ziel ein 83. Platz heraussprang!
Nico lief aber unbeirrt sein Rennen weiter und versuchte alles aus sich raus zu holen. Am Ende reichte es für Rang 87 und einer Menge mehr Erfahrung!
Phu lief gut los, musste aber den zunehmend wärmeren Temperaturen irgendwann Tribut zollen und von da an war es ein Kampf, den er gut bestritt, er brachte Platz 77 in die Wertung.
Max konnte seine Geschwindigkeit vom Rad nicht richtig auf die Laufstrecke mitnehmen und musste einige Konkurrenten vorbei ziehen lassen, doch er wusste dass jeder Platz wichtig ist und kämpfte um jeden Preis bis er schließlich als 53. eine starke Leistung ins Ziel brachte.
Wortwörtlich kam an Julian im Laufen aber nichts vorbei. Als 38. ging er auf die Laufstrecke und sammelte wieder Platz für Platz nach vorne ein. Mit einer Laufzeit von 34:59 Min. lief er 20 Plätze nach vorne auf Platz 18 – und hatte damit die schnellste Laufzeit im gesamten Feld.

Wir brauchten eine gute Platzierung um einen Sprung vom Abstieg weg zu machen.
Und wir konnten uns tatsächlich steigern und holten uns Platz 15 in der Tageswertung!
Die Gesamtwertung ist dieses Jahr jedoch völlig chaotisch, jeder Verein hat mindestens einen Ausreißer nach oben – und der fehlt uns einfach.
Unser direkter Konkurrent aus Bremen punktete niedrig und zog davon, dafür waren die Lübecker nicht am Start, sodass wir nun punktgleich mit den Lübeckern sind.
Die Ausgangssituation für das letzte Rennen in Bad Zwischenahn ist also dieselbe wie vor diesem Rennen, nur der Konkurrent ist ein anderer!
Wir werden also in Bad Zwischenahn Ende August richtig einen raushauen müssen und vor den Lübeckern bleiben, dann haben wir Platz 19 sicher!

Montag, 9. Juli 2018

Ziehen, Drücken, Schieben


Itzehoe stand auf dem Plan und so galt das Motto „Wer sein Team liebt der schiebt“!
Denn heute war jeder nur so stark wie der vierte Mann, den wir mit ausgeklügelten taktischen Überlegungen beim Schwimmen und Radfahren mitzogen, damit er beim Laufen im tiefroten Bereich von seinen Teamkollegen angebrüllt und geschoben werden konnte. Man muss sein Team schon sehr mögen, damit man sich danach zusammen über ein gutes Ergebnis freuen kann.
Heute wurde Jonas E. (Jonny) diese Aufgabe des vierten zu Ehren und ja – im Ziel konnte er lächeln!
Die Aufgabe des Schiebers wurde brüderlich auf Julian übertragen, Nico machte den Bademeister, Jonas W. den Motivator und Max die Lokomotive!
Einzeln gingen die Teams im Abstand von jeweils einer Minute an den Start und weil wir vor dem Rennen 17. in der Gesamtwertung waren, hatten wir nach dem ersten Start noch eine gute Viertelstunde um uns einzuschwören, alles nochmal durchzusprechen.
Nach dem Start lief erstmal alles wie geplant, Max und Julian vorne, Jonny dahinter um mit dem größten Trainingsrückstand am sichersten Schwimmschatten zu bekommen und Jonas und Nico machten das Paket zu. Doch Jonas konnte nicht ganz mitgehen, also musste Nico Alarm schlagen und griff uns an den Füßen, damit wir das Tempo raus nahmen, der Fokus lag jetzt darauf, beide Jonas mit gutem Schwimmschatten durch das Wasser zu ziehen!
Nach genau elf Minuten ging es aus dem Lohmühlensee in die Wechselzone, in der wir mäßig professionell wechselten, dann aber hoch motiviert zu fünft aufs Rad stiegen!
Unsere Pläne hielten auch hier wieder nur wenige Kilometer, die leichte Steigung und der kräftige Gegenwind machten auf dem Hinweg der 6 km langen Wendepunktstrecke zu schaffen, sodass wir uns mit drei Mann vorne abwechseln mussten! Jonas und Julian unterstützten die Lokomtive Max durch clevere Führungswechsel, Jonny und Nico bildeten den Schluss der Kette – ihre Beine brauchten wir zum Laufen!
 Und so fuhren wir den Stader Zug über drei Runden wieder in die Wechselzone, wo der Wechsel besser klappte und wir zu fünft auf die zwei Laufrunden gingen. Und hier hatte Jonny heute die schnelleren Beine als Nico, der als fünfter Mann aber nie aufsteckte und kein Tempo verlor, was enorm wichtig für alle Eventualitäten in unserer Laufgruppe war!
Und dann begannen die harten 5 Laufkilometer für Jonny. Max blieb seiner Aufgabe auf dem Rad treu und machte vorne Tempo, Jonas motivierte, zog Jonny hervorragend mit! Und Julian trainierte seinen rechten Arm, mit dem er konsequent und vor allem bergauf seinen Bruder schob. Und so war Jonny nicht mehr zu bremsen und lief zur Höchstform auf, Kopf aus – Beine an, das Denken konnten die anderen übernehmen!
Als der letzte Anstieg vor dem Ziel geschafft war verpasste ihm Max noch eben die Dusche die er brauchte, um auf den letzten Metern nochmal alles raus zu holen!
Abgekämpft und keuchend erreichten wir das Ziel, wir haben jeder alles gegeben!

Dass wir nicht allzu weit nach oben blicken dürfen war uns vor dem Start schon klar, weshalb wir mit Platz 17 am Ende auch gut leben können, eigentlich ein richtig starkes Ergebnis!
Leider hatten die anderen Teams vom Tabellenende heute richtig schnelle Athleten am Start, so dass wir in der Gesamtwertung auf den 19. Platz abrutschen.
Die schlechte Nachricht hierbei, wir stehen so denkbar knapp vor einem Abstiegsplatz. Die Gute, es sind noch zwei Wettkämpfe, in denen wir nochmal richtig Gas geben können, jetzt wird es richtig wichtig über sich hinaus zu wachsen und alles zu geben, damit es in der Regionalliga weiter geht!

Montag, 2. Juli 2018

Der Stärkere gewinnt


Es gab viel Wind im Vorfeld des Schweriner Schlosstriathlons. Kurzfristig wurde die Windschattenerlaubnis zurück genommen und auf der 10 Kilometer Wendepunktstrecke sahen viele die Zeitstrafen schon fliegen und an ein faires Rennen  glaubten wenige.
Trotz allem wurde der zweite Wettkampf der Saison um 9:00 Uhr morgen gestartet. Wer nicht gerade vor Ort geschlafen hat, für den ging es morgen um fünf los.
Leider mussten wir auf Max verzichten, Prüfungsstress und Schmerzen im Fuß machten einen Start unmöglich. Für ihn kam dann Nico spontan zu seinem Regionalliga-Debüt und das gleich mal über die Olympische Distanz, ebenfalls seine Erste! Der Rest des Teams blieb unverändert, nur die Anzüge veränderten sich, denn diese Saison starten wir im neuen Rennanzug von sailfish!
Steinig war aber schon der Weg zum Start, über einen Kiesweg ging es zum Start, heute mal mit Neo!
Zeitgleich mit uns starteten die Damen, sodass ein Starterfeld von 170 Athleten zu Wasser gelassen wurde. Und das artete in einem Kampf an der ersten Boje aus, denn der Weg dorthin waren nur knapp 150 Meter! Durch den weiteren Vierecks-Kurs über zwei Runden zog sich das Feld aber ehr gut auseinander und das Schwimmen war relativ schnell vorbei - kein Wunder, denn GPS-Messungen zeigten, dass eine Runde nur knapp 600m hatte!
Julian schwamm an der ersten Boje sehr weit außen umging so dem Stress der großen Schlägerei und kam trotz der Extra-Meter als 28. aus dem Wasser. Nico wollte seine ganze Stärke in seiner Paradisziplin ausspielen, doch der Wellengang auf dem Schweriner See machte ihm gut zu schaffen, kam aber als 51. gut platziert aus dem Wasser. Jonas folgte 30 Sekunden später auf Platz 60, Phu und Jannes kamen als 87. und 90. aus dem Wasser.
Entgegen aller Befürchtungen verlief das Radfahren einigermaßen Gruppenfrei, das Schwimmen hatte das Feld ganz gut entzerrt. Trotzdem hatte Julian Pech… Am obersten Punkt des Anstieges wurde er vom Vordermann ausgebremst und hatte so nicht ausreichend Abstand. Das Problem dabei war, dass das Kampfrichter-Motorrad direkt bei ihm war und so sah er die blaue Karte – eine 2-Minuten Zeitstrafe auf die Zielzeit. Mit Wut im Bauch drückte er die letzten Runden nochmal ordentlich, konnte gut mithalten und kam mit vielen Athleten als 40. vom Rad.
Auch Jonas fuhr solide auf dem Fahrrad und erwischte ebenfalls eine kleine Gruppe, die aber sehr fair gefahren ist, musste aber 9 Plätze einbüßen und ging als 69. in die Laufschuhe.
Nico machte die lange und wellige Radstrecke doch zu schaffen und so musste er etwas federn lassen, eine erste gute Erfahrung, was beim Radfahren auf der Olympischen Distanz los ist!  Phu konnte eine konstante Leistung auf Rad zeigen und verlor nicht den Anschluss an seine Gruppe.
Jannes hielt seine Position und kam zusammen mit Nico als 97. vom Rad.
Das Laufen setzte bei Nico nochmal einen an Erschöpfung drauf, aber für seine erste Olympische zog er richtig stark durch und kämpfte vorbildlich! Am Ende war es der runde Platz 100 für ihn.
Auch Jannes versuchte auf der schnellen und schönen Laufstrecke um den Schweriner Schlosssee noch einmal alles aus sich heraus zu holen. Mit einem starken Schlussspurt ließ er noch einen Konkurrenten hinter sich und finishte auf Platz 97! Für Phu kommt das härteste immer am Schluss, doch seine Laufleistung heute war sehenswert. Gerade auf der letzten der fünf Laufrunden wirkte er frisch und schnappte sich noch einige Plätze nach vorne, landete auf Platz 92!
Jonas, für den es wohlgemerkt auch erst die zweite Olympische Distanz war, zeigte dass er die Erfahrungen aus Bergedorf mitgenommen hatte und lief endlich befreit auf, auch wenn es wieder nicht ohne Magenprobleme ging… Doch seine schnellen Beine brauchten ihn auf Platz 65 ins Ziel, eine super Steigerung!
Mit der Zeitstrafe im Nacken musste Julian alles geben, um die Schaden möglichst zu begrenzen, doch das gelang in gewohnter Manier. In knapp über 36 Minuten überholte er 27 Athleten und kam auf dem wahnsinnigen Platz 13 ins Ziel. Doch wegen der Zeitstrafe stand bei ihm ein 26. Platz auf der Ergebnisliste.
Mit insgesamt 280 Punkten wurden wir insgesamt nur 19. und stecken mitten im Abstiegskampf, wie ein Blick auf die Tabelle zeigt.
Aber gerade unsere jüngsten haben wieder wertvolle Erfahrung auf der Olympischen gesammelt, die jetzt im Training umgesetzt werden können.
Auch gefreut haben wir uns über die Mega-Unterstützung an der Strecke, dass wieder so viele mitgereist sind! Immerhin ist die Anfahrt nach Schwerin die weiteste!

Die Regionalliga macht nun aber nicht lange Pause! Bereits nächsten Sonntag geht es in Itzehoe im Teamsprint wieder darum, Vollgas als Mannschaft zu geben  und den Knoten endlich platzen  zu lassen, dass wir uns da unten heraus befreien!

Montag, 4. Juni 2018

Bergedorf – wie jedes Jahr


Auch nach dem kleinen Umbruch im Team startete die neue Regionalliga-Saison wie in den letzten auch – mit einem Platz im Mittelfeld!
Nachdem Konrad und Morten sich nach der letzten zurückgezogen haben hat sich unser Team noch weiter verjüngt.
Und so war Phu mit seinen zarten 27 Jahren tatsächlich der älteste Starter von uns und für Jonas W. war es mit 17 der erste Start über die Olympische Distanz. Komplett machten das Team Max, Jannes und Julian.
Die Laune war von Anfang an top, mit eigener Musik-Box und DJ heizten wir uns und unseren Stader Jedermännnern schon ordentlich ein, bevor mit dem Einlaufen die Anspannung langsam zu nahm.
Fast alle freuten sich, dass der See trotz der Hitze der letzten Tage nicht warm genug wurde für ein Neo-Verbot  und so war der Neo für alle Starts erlaubt… bis zehn Minuten vor unserem Start.
Wir hatten uns schon halb eingepellt, da kam die Ansage dass für die Regionalliga Neo-Verbot ist.  Also wieder raus und ab ins kühle Nass, da mussten wir jetzt durch.
Ein kleiner Schock war es für uns trotzdem, an dem vor allem Jonas das Schwimmen über nagte und hier das Feld ziehen lassen musste. Allgemein lief das Schwimmen alle andere als gut. Außer Max, der als 38. das Wasser verließ hatten alle Probleme, so war Julian als 61. erst der zweite von uns der in Richtung Fahrrad lief.
Die Bedingungen zum Radfahren waren für Bergedorf top, kaum Wind und jede Menge Athleten, die einem zusätzlichen Schutz boten, aber Vorsicht war geboten, die Kampfrichter zeigten sich heute wenig gnädig und verteilten knapp 10 Zeitstrafen, wir aber fuhren soweit es ging auf Abstand und kamen ohne durch. Doch nach vorne brachte uns das Radfahren auch nicht, wir konnten unsere Positionen eher halten. Max zeigte noch eine richtig starke zweite Radrunde und stieg auf Rang 43 vom Rad, Julian folgte zwei Minuten später auf Platz 57. Phu folgte etwas später, begab sich dann aber auf einen kleinen Irrlauf im Wechselgarten der ihm auch noch wenige Sekunden kostete. Das Laufen spulte er danach aber souverän ab und lief auf Rang 87 ins Ziel! Jannes ging als viertes von uns auf die Laufstrecke doch kam nie richtig in Tritt. Die Doppelbelastungen in seinen Prüfungswochen war ihm anzumerken und so fiel er noch auf Platz 98 zurück und damit aus der Teamwertung, denn Jonas konnte sein Laufstärke ausspielen. Trotz zweier Stops am Mülleimer lief er in starken 40:26 Min. noch an Phu heran und brachte Platz 88 ins Ziel.
Max gab alles was noch drin war, konnte dem hohen Tempo in der vorderen Gruppe aber nicht ganz folgen und erreichte als starker 52. das Ziel!
Julian war nicht zu bremsen und rannte in 35:58 Min. die viertschnellste Laufzeit im Feld, machte 30 Plätze gut und kam als 26. ins Ziel!
Mit insgesamt 253 Punkten wurden wir schließlich 15. von mittlerweile 22 Mannschaften, ein Auftakt also wie jedes Jahr!
Viel wichtiger die Erkenntnisse vom Rennen für jeden von uns. Es hat gezeigt dass jeder von uns an mindestens einer Disziplin arbeiten muss, vor allem im Radfahren müssen wir alle noch zulegen um mit dem Tempo der Liga mithalten zu können! Aber dafür haben wir jetzt knapp vier Wochen Zeit, dann steht der Schlosstriathlon in Schwerin an, endlich eine Olympische Distanz mit Winschattenfreigabe, das wird ein sehr interessantes Rennen!


Montag, 28. August 2017

Der Saison die Krone aufgesetzt

Es war mal wieder soweit, das Saisonfinale der Regionalliga in Bad Zwischenahn stand an. Wie in den letzten Jahren mit dem spektakulärsten Format des Jahres, bei dem vor allem eines zählt: Teamgeist.
Und wir zeigten unsere mannschaftlich stärkste Leistung der letzten Jahre und krönten die Saison mit einem einstelligen Tabellenplatz – auch in der Gesamtwertung!

Bereits am Samstagabend ging es für und sportlich los: Beim Swim&Run über 500m Schwimmen und 3km Laufen starteten alle 21 Mannschaften zusammen, ehe das Laufen als Team mit mindestens fünf Mann bestritten werden musste. Personell veränderten wir im Vergleich zum letzten Team-Rennen in Itzehoe nichts und so gingen Morten, Julian, Max, Jonas E. (Jonny) und Jonas W. als eingespieltes Team an den Start.
Wie immer war bereits der Start ein harter Kampf, bei der kurzen Strecke wartete bereits nach 200m die erste Boje auf uns und das Feld war noch geschlossen. Die Boje entzerrte das Ganze etwas, bis es zum zweiten Kampf ging, in der Wechselzone. Der enge Wechselbereich und die kurzen zeitlichen Abstände machten ein ruhiges Wechseln unmöglich, zum Glück brauchte man nur Startnummer und Laufschuhe.
Julian kam als erstes aus dem Wasser, bereits zwanzig Sekunden nach ihm war es sein Bruder Jonny der die nötigen vier Mann zum Starten komplettierte und so konnte schon Gas gegeben werden.
Max folgte mit 7 Sekunden Rückstand, aber sollte noch an das Team heranlaufen, das mit einem sprintenden Jonny bereits einige Meter gut machen konnte. Max war dran, Jonny hatte seine Aufgabe gemeistert und konnte das Rennen ruhig beenden, für den anderen Jonas begann der Kampf erst noch. Magenkrämpfe plagten ihn, doch er wurde vom Rest des Teams motiviert und geschoben und so konnten wir tatsächlich noch zwei Mannschaften hinter uns lassen und sprinteten im engen Feld als siebte Mannschaft ins Ziel. Wie eng das Ganze war zeigten die Ergebnisse, denn wir hatten zwei Sekunden Rückstand auf das sechste Team, hinter uns folgten vier Mannschaften mit jeweils einer Sekunde Abstand. Das versprach Spannung für das Jagdrennen am nächsten Morgen.
Mit allen 22 Athleten und Unterstützern ging es abends aber erst einmal zum Italiener, an einer großen Tafel wurde die Grundlage für den verlängerten Team-Sprint gelegt.
Nach einer mäßig erholsamen Nacht stand der erste Start des Tages für Jannes an, der sich auf der Jedermann-Sprintdistanz beweisen konnte. In einem souveränen Rennen mit einem zum Schmunzeln einladenden Irrlauf beim ersten Wechsel zeigte er, dass mit Training viel Potential in ihm steckt. In 1:22:08h wurde er Gesamt 13. und zweiter in seiner AK.
Zeitglich mit seinem Zieleinlauf stieg die Spannung in der Mannschaft an. Nach kurzer Wassergewöhnung wurden wir an Land nach Platzierung und Abstand aufgestellt, ein geiles Gefühl in der vorderen Hälfte zu stehen.
Knapp 1:30 nach dem ersten Team aus Itzehoe sprinteten wir ins Wasser, wie bereits erwähnt fast mit fünf anderen Teams zusammen und so lösten sich unsere Pläne für das Schwimmen relativ schnell auf und jeder versuchte so clever wie möglich zu schwimmen.
Zum Glück verloren wir uns nicht allzu sehr, lediglich 30 Sekunden lagen zwischen unseren ersten und dem fünften.
Auf dem Rad begannen die Taktikspielchen, clever musste zudem gefahren werden, denn die Kampfrichter waren besonders wachsam, dass immer ein Abstand von 25m zwischen den Teams eingehalten wurde, eine Zeitstrafe oder Disqualifikation war zwingend zu vermeiden.
Aber wir fuhren hervorragend und das Beste: Unsere Taktik klappte perfekt! Die erste Hälfte des Rennens machten Max und Morten als unsere stärksten Radfahrer die Lokomotive, Julian fungierte als Bindeglied hinter den beiden zu den zwei Jonassen. Für Jonny galt es, das hohe Tempo mit zu fahren, für Jonas seine Körner für das Laufen zu bewahren.
Auf der zweiten Hälfte der 27km langen Radstrecke schaltete sich Julian ebenfalls in die Führungsarbeit mit ein, damit die Erholungszeiten für Morten und Max länger waren.
So war es uns möglich auf dem Rad mit den anderen Mannschaften mitzufahren und keine Platzierungen oder Zeit einbüßen zu müssen, es war einfach eine perfekte Teamleistung, die sich beim Laufen fortsetzte.
Für Jonny ging es dabei darum, so lange wie möglich dran zu bleiben und dann den Wettkampf bestmöglich zu beenden. Und dafür dass er eigentlich als Notfallstarter vor der Saison eingeplant wurde, zeigte er vor allem beim Schwimmen und Radfahren eine bärenstarke Leistung, die er mit einem guten Lauf auf Platz 68 und damit sogar vor noch fünf Mannschaften der Regionalliga beendete.
Weiter vorne konnten Morten, Julian, Max und Jonas ihre Stärke ausspielen. Zeitglich mit den Teams der TriMichels und den ärgsten Konkurrenten in der Gesamtwertung, BW Lohne, ging es auf die Laufstrecke. Doch schon nach dem ersten Kilometer konnten wir uns absetzen und die Lücke immer größer werden lassen. Nach dem Einbruch am Vortag teilte sich Jonas das Rennen sehr gut ein und wir hielten ein konstant schnelles Tempo, hatten zu Beginn der zweiten Laufrunde vor den letzten 2,5km einen angenehmen Vorsprung auf Lohne herausgearbeitet.
Und so wurde es der wohl angenehmste letzte Laufkilometer der Saison, „Genießt es Jungs!“ war die Ansage von Morten als es Richtung Ziel ging und wir unseren Zieleinlauf bereits planten.
Als fünftschnellstes Team im Laufen landeten wir in der Tageswertung am Ende auf Platz 8, ein sehr starkes Ergebnis das unsere hervorragende Saison bestätigte.
Doch das Beste erfuhren wir am Ende des Tages: In der Gesamtwertung der Regionalliga-Saison konnten wir unseren 9. Platz verteidigen! Und damit konnten wir vor der Saison wirklich nicht rechnen und machten uns Späße, einen unrealistischen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen, doch wir haben es tatsächlich geschafft, sogar in der Gesamtwertung und damit das beste Ergebnis der letzten Jahre!

Daran haben alle einen gewaltigen Anteil: Phu mit seinen beiden wichtigen Starts auf der olympischen Distanz. Unser Sprinter-Neuling Jonas der gezeigt hat, dass er mit dem Tempo der Regionalliga mitgehen kann. Jannes und Jonas, die abwechselnd ganz starke Leistungen zeigten und einen wichtigen Rückhalt gegeben haben. Und Morten, Julian und Max, die als Dauerbrenner die gesamte Mannschaft mitgezogen haben!

Montag, 31. Juli 2017

Solides Rennen in Stuhr

Es bleibt verflucht, wir können einfach keine einstellige Platzierung bei einem Wettkampf über die Olympische Distanz erreichen. Wie schon in Schwerin stand auch in Stuhr am Ende ein 10. Platz auf dem Papier, für unsere Konstanz spricht aber, dass wir mit demselben Team wie damals am Start waren.

Viel zu früh startete der Tag, Abfahrt aus Stade war um halb 6. In Stuhr angekommen standen wir vor einer weichen und matschigen Wiese, auf der die Wechselzone war, in der wir uns einrichteten.
Der Weg zum Start wurde nicht viel besser, aber es ging ja ohnehin erst einmal ins Wasser.
Das Schwimmen im kleinen Silbersee ist immer besonders und so war die Strecke M-förmig gesteckt, um überhaupt eine 750m lange Runde schwimmen zu können. Entsprechend standen für uns zwei Runden mit Landgang an.
Top motiviert standen Morten, Julian, Max, Phu und Jannes am Ufer des angenehm warmen Silbersee, in dem wir trotz seiner 21,5 Grad mit Neo schwimmen durften.
Die vielen Bojen und scharfen Wenden machten das Schwimmen gerade am Anfang zu einem Kampf, entzerrte das Feld aber gut, sodass sich relativ schnell ein entspanntes Schwimmen einstellte. Als 36. nach 22:22 Min. kam mit Julian der erste von uns aus dem Wasser. Eine knappe Minute später folgten Morten und Max (46./54.), dann Jannes (73.) und Phu (84). Aber wir sollten uns alle noch nach vorne arbeiten!
Julian verlor dann auf den windigen 40 Kilometern leider einige Plätze und so ging auch Morten an ihm vorbei, der Plätze nach vorne gut machen konnte. Max konnte seine Position halten und zumindest die zeitliche Lücke nach vorne etwas verkleinern. Phu schloss weiter hinten die Lücke auf Jannes und beiden kamen fast zeitgleich vom Rad. Die stärkeren Beine auf den abschließenden 10 Laufkilometern hatte dann Phu, der Platz 80 in die Wertung brachte. Ebenso stark kämpfte Jannes, der sich als fünfter von uns nicht aufgab und eine Minute später als 82. ins Ziel kam.
Max konnte sich durch eine gute Laufleistung noch von Rang 54 auf 48 vorschieben und machte damit wichtige Punkte gut! Julian fiel beim Radfahren auf Platz 48 zurück,  doch dann ging die Post ab. In der schwülen und drückenden Luft rannte er die drei Runden um den See als drittschnellster des gesamten Feldes – bis er einen Kilometer vor dem Ziel Morten erreichte, der  sich mittlerweile ins vordere Viertel des Feldes vorgearbeitet hatte. Morten hing sich rein und blieb an Julian dran, beide überholten noch einen Konkurrenten und kamen völlig ausgepowert auf den Plätzen 24 und 25 ins Ziel.


Mit 177 Punkten reichte es für Platz 10, viel wichtiger aber ist, dass wir dadurch in der Gesamtwertung auf Platz 9 klettern! Und weil nur noch der Wettkampf in Bad Zwischenahn ansteht haben wir sehr gute Chancen diesen zu behalten und diese Saison zu einer der erfolgreichsten der letzten Jahre zu machen, denn dort sind wir jedes Jahr stark und starten mit demselben schnellen Team vom Teamsprint in Itzehoe, da geht was!

Montag, 10. Juli 2017

Mit Teamgeist und Kampf zum Erfolg

Triathlon ist eigentlich eine Einzelsportart, doch nun war die Teamleistung gefragt. Dass wir als Mannschaft funktionieren und verdammt schnell sind, demonstrierten wir im ersten richtigen Teamsprint der Regionalliga am Wochenende in Itzehoe. Lange war die Aufregung vor einem Wettkampf bei uns nicht mehr so groß wie vor diesem, es sollte etwas Besonderes werden.
Denn im Teamsprint starteten wir geschlossen als Mannschaft. Im Abstand von einer Minute wurde der aktuellen Tabellenposition entsprechend ein Team gestartet, welches das Rennen über zusammen bleiben sollte. Man konnte sich also Schwimmschatten geben, musste dann die Wechselzone als Team gemeinsam verlassen und sichtbar geschlossen Rad fahren. Sollte der fünfte Mann dabei um mehr als 25m abfallen, musste er aus dem Rennen aussteigen. Beim abschließenden Laufen ging es vor allem darum, den vierten Mann ins Ziel zu bekommen, dessen Zeit in die Gesamtwertung einging.
Eine Mannschaft ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied – ein Satz der dabei umso mehr gilt!

Mit Morten, Julian, Max und den beiden Jonas hatten wir ein starkes und ausgeglichenes Team, doch schon vor dem Start der erste Dämpfer – kurzfristig wurde Neoverbot ausgesprochen. Tatsächlich war der See an manchen Stellen angenehm warm, an manchen Stellen aber auch gut kalt, ein See mit ungewöhnlich vielen Temperaturschwankungen.
Während die ersten Teams schon im See in ihrem Wettkampf waren, wurden wir um 13:11 Uhr losgelassen. Beim Schwimmen ging es uns darum, den vermeintlich schwächeren Schwimmschatten zu geben, damit wichtige Körner fürs Radfahren gespart werden konnten.
Max und Morten gaben dabei das Tempo vor und zogen uns durch den See. Geschlossen kamen wir zum ersten Wechsel. Position? Keine Ahnung, als galt: Weiter Vollgas!
Also ab aufs Rad, endlich mit Windschattenfreigabe im Team! Wir wollten das Radfahren unbedingt zu fünft beenden, jeder von uns sollte den ganzen Wettkampf absolvieren, das war uns wichtig!
Um das zu erreichen, haben wir vorher Absprachen getroffen wie gefahren wird und obwohl wir das Ganze vorher nicht üben konnten, hat es hervorragend geklappt und wir konnten zusammen bleiben. Jonas E. zeigte dabei eine sehr starke kämpferische Leistung! Als schwächster Radfahrer von uns musste er eben auf dem Rad leiden, durfte sich danach aber auslaufen. Durch clevere Führungswechsel, starke Schiebemanöver und sehr gute Kommunikation fuhren wir solide und immer noch zu fünft zum zweiten Wechsel.
Und dann legten wir los - mit Morten, Julian, Max und Jonas W. hatten wir vier Top-Läufer dabei!
Was sich beim Laufen abspielte war Kampf pur in allen Mannschaften, einer war bei jeder Mannschaft der Leidende der kämpfen und geschoben werden musste. Und wir rannten und schnappten uns ein paar Teams, nach der ersten Runde sahen noch alle von uns gut aus.
Max, der anfangs nicht in Tritt kam, war wieder voll da und gab das Tempo vor, doch mit Beginn der zweiten Runde begann die Leidenszeit von Jonas W., der aber vorbildlich weiter kämpfte! Morten machte die Lokomotive und Julian den Motivator und so hielten wir ein starkes Tempo bis ins Ziel!
Durch die versetzten Starts der Mannschaften war es im Wettkampf nicht einzuschätzen, wo man gerade platziert war und so hielt die Unsicherheit bis zur Verkündung der Ergebnisse.
Auf die Freude über das gut gelaufene Rennen kam dann das Ergebnis: Platz 8, endlich einstellig!
Rückblickend und im Vergleich mit den anderen Teams verlief unser Rennen mit Höhen und Tiefen.
Fügt man die einzelnen Starts der Teams zusammen, so sind wir als neuntes aus dem Wasser geklettert, haben beim Radfahren aber vier Plätze verloren. Unsere Laufzeit allerdings kann mit den besten Teams der Liga mithalten und so arbeiteten wir uns eben auf Platz 8 vor.

Ein super Wettkampf-Format, was unbedingt beibehalten werden sollte und wir als Team haben mit Zusammenhalt und Kampfgeist ein starkes Ergebnis eingefahren, so können wir auf einen erfolgreichen Sonntag zurückblicken.
Der Blick nach dem Wettkampf in Itzehoe auf die Gesamtwertung zeigt, dass es bei uns einen engen Vierkampf um die Plätze 9-12 geben wird, bei dem wir im Moment auf Platz 10 liegen.
Ende des Monats geht es dann in Stuhr auf der olympischen Distanz weiter. Dort haben wir bisher nicht unbedingt geglänzt, doch das kann dieses Jahr anders werden, vor allem wenn mit den Erinnerungen an die starke Leistung auf der Olympischen in Schwerin.

Jetzt also wieder lange Strecken trainieren, dann können wir uns festbeißen und wer weiß, vielleicht schaffen wir ja auch in der Gesamtwertung noch unser Ziel, den einstelligen Tabellenplatz.